Mit einer Giftpflanzenliste in der Gärtnerei einkaufen zu gehen, ist sehr frustrierend. Sie zeigt einem, was man alles nicht kaufen darf. Eine positive Liste mit unbedenklichen Pflanzen und Kräuter ist viel erfreulicher und effektiver. Pflanzen können so gezielt ausgesucht oder auch erfragt werden.
Jede Pflanze auf der Liste der ungiftigen Gartenpflanzen wurde von mir noch einmal anhand der Giftdatenbank der Uni Zürich (vetpharmunizürich) überprüft. Diese Datenbank ist sehr umfassend und für jedermann zugänglich und enthält alle wichtigen Informationen über Giftpflanzen, Arzneipflanzen oder Tierarzneimittel eingehend informieren.
Ungiftige Gartenpflanzen für Katzen und einen tierfreundlichen Garten
- Dahlien
- Duftveilchen
- Erdbeere
- Feldahorn
- Fleißiges Lieschen
- Fuchsie
- Gänseblümchen (in Maßen)
- Geldbaum
- Glockenblume
- Goldmarie
- Grünlilie
- Hainbuche
- Heidekraut (Erika)
- Heidelbeere
- Hibiskus
- Himbeere
- Hornveilchen
- Jasmin(echter/Winterjasmin)
- Johannisbeere
- Kamelie
- Kapuzinerkresse
- Katzengamander
- Katzenminze
- Klee
- Kornblume
- Lavendel
- Löwenmäulchen
- Mädchenauge
- Malven
- Margeriten
- Obstbäume
- Pampasgras (hat aber Widerhaken)
- Pantoffelblume
- Phlox
- Ringelblume
- Rosen
- Säckelblume
- Schafgarbe (gewöhnliche)
- Schmuckkörbchen
- Schönpolster
- Schwarzäugige Susanne
- Sonnenblumen
- Sonnenhut (Echinacea)
- Spieren
- Tagetes
- Weißdorn
- Wunderblume
- Ziersalbei
- Zinnie – sieht ähnlich aus wie Dahlien und sind eine gute Alternative
Ungiftige Kräuter und Küchenkräuter für Katzen
- Baldrian
- Basilikum
- Golliwoog
- Johanniskraut
- Kamille
- Katzengras
- Koriander
- Kresse
- Löwenzahn
- Melisse
- Minze
- Petersilie (in Maßen)
- Rucola
- Salbei
- Thymian
- Zitronenmelisse
*die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
Welche Pflanzen sind giftig für Katzen?
Das Pendant zu den ungiftigen Pflanzen sind die giftigen Pflanzen, von denen es wesentlich mehr gibt. Viele Pflanzen sind giftiger für Katzen als wir Menschen denken. Gerade in der Adventszeit steht in vielen Haushalten ein Weihnachts- oder auch Christstern. Die darin enthaltene Wolfsmilch kann tödlich sein für Katzen.
Leider sind auch die meisten Schnittblumen giftig für Katzen oder aber pestizidbehandelt. Im Sommer habe ich einige Blumengeschäfte und Gärtnereien getestet und die Erfahrung gemacht, dass man mir in einigen (nicht in allen) Geschäften trotz mehrfacher Nachfrage und Hinweisen auf meine Katzen hochgiftige Blumen empfahl, die angeblich für Katzen völlig ungefährlich sein sollten. Wenn es nicht nur ein Test gewesen wäre, hätte meinen Katzen großes Leid widerfahren können.
Besonders giftige Gartenpflanzen für Katzen
- Oleander – alle Pflanzenteile sind stark giftig und können u.a. Herzprobleme verursachen
- Efeu
- Eibe – Bereits kleine Mengen der Nadeln oder Samen können lebensgefährliche Vergiftungen auslösen.
- Rhododendron
- Maiglöckchen
- Narzissen
- Lilien – schon kleinste Mengen (Blütenstaub, Blätter) können Nierenschäden verursachen
- Fingerhut
- Herbstzeitlose – enthält Zellgift Colchicin – kann schwere Magen-Darm-Symptome und Organversagen verursachen
- Buchsbaum
- Engelstrompete
- Rittersporn
- Tollkirsche
- Kirschlorbeer
- Goldregen
- Hortensien
- Thuja
Schon kleine Mengen können bei Haustieren Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall oder neurologische Symptome auslösen. Tierhalter sollten deshalb mit der Liste der ungiftigen Gartenpflanzen (s.o.) einkaufen gehen.
Weitere Giftquellen durch Pflanzen für Katzen
Schnittblumen – nein danke oder nur dort, wo eine Katze unter keinen Umständen ran kommt. Katzen sind Akrobaten, können überall hin springen, kommen (fast) überall drauf und lieben das Verbotene. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man weiß, welche Pflanzen für Katzen giftig sind, damit man nicht nach einem großen Leid am Ende ohne Katze ist.
Auf der sicheren Seite ist man nur, wenn man die Finger komplett von Schnittblumen und Zimmerpflanzen lässt, sie in einen Glasschrank oder an einen 100%-ig sicheren Ort stellt oder sie gegen Stoffblumen eintauscht.
Weiterhin muss man als Katzenhalter wissen, dass abgestandenes Blumenwasser von Schnittblumen oder Blumentöpfen auch sehr hoch im Kurs bei Katzen steht. Blumenwasser nimmt die Giftstoffe der Pflanzen auf und gehört unter keinen Umständen in die Pfoten oder das Mäulchen von Katzen.
Statt Zimmerpflanzen und Schnittblumen sollte man lieber auf Katzengras, Zitronenmelisse und Katzenminze zurückgreifen. Auch sie haben schöne Blüten, sind ungiftig und mit einem schönen Übertopf kann man Katzengras sogar auf der Fensterbank einigermaßen attraktiv in Szene setzen. =>Katzengras ohne Widerhaken und scharfe Kanten selbst anpflanzen
Blumenzwiebeln sind hochgiftig für Katzen
Die wenigsten Katzenhalter wissen, dass Blumenzwiebeln hochgiftig sind für Katzen und insbesondere Jungtiere diese nur zu gern im Garten wieder ausgraben und mit ihnen spielen. Auch auf die überall sehr beliebten Geranien sollte dringend verzichtet werden, wenn es den Katzen möglich ist, an die Blumenkästen und -kübel zu gelangen. Eine Alternative sind katzensichere Hängeampeln.
Aber Vorsicht: Nachdem man die vertrockneten Blüten abgepflückt hat, sollte man sich immer gründlich die Hände waschen.
Katzen wissen selbst, was giftig ist
Viele Menschen sind noch immer der Meinung, dass Katzen instinktiv wissen, was giftig für sie ist, aber das ist ein Irrglaube. Die zahlreichen Vergiftungen, die bei Tierärzten vorgestellt werden, bestätigen das. Die meisten Katzen leben seit Generationen ausschließlich in der Wohnung oder im Haus. Ihnen fehlen die Ur-Instinkte und sie konnten auch nicht von den Erfahrungen ihrer Katzenmütter lernen. Wer eine sehr erfahrene Katze hat, die noch dazu von einem Bauernhof kommt und schon immer Freigang hatte, braucht sich in der Regel keine Sorgen machen. Aber Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.
Pampasgras gefährlich für Katzen
Viele Katzen knabbern gerne an Pflanzen und auch sehr gerne an Gräsern.
Nun sind Gräser per se nicht giftig. Gräser können jedoch Widerhaken haben, die die Speiseröhre der Tiere verletzen können. Darauf sollte man dringend achten, wenn man Gräser in seinen Garten pflanzt. => Pampasgras – Gefahr für Katzen
Oft denkt man, meine Katze knabbert nicht dran, aber auch uns ist das passiert. Mein Mann hätte gern ein Pampasgras für unseren Garten gehabt. Er bekam auch eins, aber trotz großzügigem Katzengrasangebot, Katzenminze und Baldrian in freier Natur, hat sich unser Kater Teddy SOFORT auf dieses Pampasgras gestürzt und fand es wahnsinnig schmackhaft, obwohl er NIE an Pflanzen geknabbert hat. Pampasgras ist zwar nicht giftig, hat aber – wie viele andere Ziergräser auch – Widerhaken, die lebensgefährliche Verletzungen in der Speiseröhre und im Magen verursachen können. Nun steht unser Pampasgras in einem katzenfreien Garten und wächst und gedeiht dort.
=> Pampasgras =>Gefahr für Katzen
Vorbeugung und Wissen sind der beste Schutz vor giftigen Pflanzen.
Welche Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig?
Die Liste ist NICHT vollständig und beinhaltet wirklich nur die gängigsten Pflanzen, darf aber gerne ausgedruckt und weitergegeben werden.
Im übrigen gelten all diese Hinweise nicht nur für Katzen, sondern auch für Hunde und Kleintiere.
Wenn Sie vermuten, dass Ihre Katze eine giftige Pflanze gefressen hat, kann schnelles Handeln wichtig sein. Scheuen Sie sich nicht, sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Lesen Sie dazu auch meinen Artikel über => Vergiftungssymptome bei Katzen
So gestalten Sie einen katzensicheren Garten
- auf Pestizide verzichten
- Katzengras und Katzenminze anbieten
- giftige Pflanzen entfernen oder unzugänglich machen
- ungiftige Pflanzen säen oder pflanzen
- Katzen Beschäftigung im Garten bieten, damit sie nicht an den Pflanzen knabbern
Ein sicherer Garten kann viel zum Wohlbefinden von Katzen beitragen. Wenn Sie unsicher sind, welche Pflanzen für Ihre Katze geeignet sind oder Unterstützung bei Verhaltens- und Gesundheitsfragen Ihrer Katze wünschen, begleite ich Sie im Rahmen meiner ganzheitlichen Katzenberatung => Online-Beratung





Pingback:Pampasgras | Gefahr für Katzen - Katzenflüstern
Halloo, herzlichen Dank für diese Pflanzenliste, ein paar dieser Pflanzen wachsen schon bei uns im Minigarten, da kommen bestimmt noch ein paar dazu. Die Liste macht es mir jetzt leichter beim Pflanzenkauf. Dachte bis heute dass Tagetes für Katzen giftig sei, schön zu wissen dass das nicht stimmt.
Nur dass Jasmin ungiftig sein soll wundert mich, denn er enthält sehr viele ätherische Öle die bei Katzen (auch bei Hunden, Kindern..) zu Vergiftungen (Erbrechen, Durchfall, Kopfweh, Sehstörungen u.a.) führen können. Vielleicht könnt ihr das nochmal überprüfen?
Liebe Grüße und eine entspannte Zeit
Bettina
Hallo Bettina, danke für den netten Kommentar und den Hinweis. Echter Jasmin und Winterjasmin ist ungiftig laut Giftdatenbank der Uni Zürich. Ich habe den Beitrag dahingehend noch vervollständigt. Vielen Dank und einen schönen Sonntag. https://www.vetpharm.uzh.ch/giftdb/pflanzen/0380_bot.htm
Pingback:Der Weihnachtsstern ist giftig für Katzen und andere Haustiere - Katzenblog Katzenflüstern
Hallo zusammen,
vielen Dank für diesen wichtigen und hilfreichen Artikel. Mein Mann und ich haben seit ein paar Monaten ein wundervolles Kätzchen an unserer Seite, aber erschreckenderweise war mir davon nichts bewusst, dass es natürlich auch giftige Pflanzen für Katzen gibt bzw. diese auch eine Gefahr für sie darstellen.
Zum Glück ist unserem Kätzchen bisher nichts passiert, aber ich werde jetzt gleich sofort nachschauen, ob solche Pflanzen sich in unserem Garten befinden.
LG
Laura
Hallo Laura,
da bin ich aber froh, dass dem Kätzchen nichts passiert ist und hoffe, dass das auch so bleiben wird. Nicht alle Katzen fressen die Pflanzen auch an, aber man sollte nie NIE sagen und Vorsicht ist immer angesagt. Weiterhin viel Freude mit dem Garten und dem wundervollen Kätzchen. Liebe Grüße Ilona von Katzenflüstern.